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Ein Trainingslager für's Rhönradturnen - April 2006

oder www.rhoenrad-ag.de trifft www.rhoenrad.de

(von links:) JanineS, AnnikaR, LenaL, SaraB, MelanieA, CarenW, KerstinK, MonaH, PiaH, MichaelaG, MarinaL, SvenjaZ, MelanieK, WRescheleit (Bild vor der Rhönrad-Werkstatt Zimmermann in Taunusstein-Bleidenstadt, 31.3.2006)

"Hallo, ich bin Sandra.
Schön, dass ich eure Gesichter jetzt live sehe." Die Trainerin des TSV Taunusstein freut sich sichtlich auf die 14mal Abwechslung in ihrem Trainingsalltag, die vor ihr steht, und wir - wir sind nach zügiger Fahrt mit Bahn und Bus am Donnerstagabend, 30.3.2006, am Ziel unserer Vorbereitungen.

Bei Sandra und Kathrin wollen wir (siehe Bild 1) "Neues" sehen und ausprobieren. Über das bisher "Mögliche" unserer AG hinaus: 20 Profi-Trainerstunden von Freitag bis Sonntag, das verspricht höchste Schwierigkeiten, gepaart mit Erfahrungen, interessanten Neuerungen und viel Spaß.

Heute, Donnerstag,

"dürfen" wir beim Leistungstraining zuschauen und bekommen unseren Mund kaum wieder zu. Kürturnen, Spirale als Vorbereitung für den Wettkampf, auf einem Niveau, von dem wir nur träumen können, konnten? Denn einzelne Übungen erkennen wir wieder und turnen wir selbst schon: Freiflüge,Aufschwünge, Flitschen, Brücken und Abgänge.

Und dann: Ja! Tatsächlich! Mittendrin turnt Janine Oer, Weltmeisterin von 2005, die wir letztes Jahr im Mai in Büttgenbach live gesehen haben. Mit derselben Leichtigkeit turnt sie die schwierigsten Sachen (wir haben sie mal angetestet ;-). "Wer weiß, wie schwierig das ist, was besonders elegant und leicht aussieht, der ." - das sagen uns manchmal Eltern beim Training. Und das denken wir jetzt. Spannung und Vorfreude auf unser eigenes Turnen wachsen.

Wie es dazu kam? - Die Vorgeschichte des Trainingslagers

- Ein einfacher Besuch bei den Weltmeisterschaften in Belgien Anfang Mai 2005 (siehe unseren Bericht!) hat Interesse geweckt nach mehr Schwierigkeiten beim Turnen.

- Beim Gau-Helferlehrgang (2 Wochenenden im Herbst 2005, siehe unseren Bericht!) haben 8 Mädchen unserer AG mitgemacht und sich qualifiziert!

- "Können wir nicht mehr Einzeltrainerstunden haben?!?" war vielfacher Wunsch in der AG - und so gab es seit Herbst 2005 eine zusätzliche Leistungs-AG für sehr fortgeschrittene Turnerinnen. Als Ansporn für mehr Kontinuität, mehr Spaß durch noch mehr Übung, Herausforderung und Gemeinschaft.

- Und dann auch der Wunsch nach einem Ausflug als Anerkennung und zur Stärkung der Gemeinschaft, "wie die anderen AGs unserer Schule das auch machen!"

- Klar war für mich als Trainer, dass ein einfacher Spaß-Ausflug (womöglich in einen Freizeitpark) nun doch nicht zu dieser AG passte.

Und so war die Idee zu Weihnachten 05 schnell geboren: Wir suchen uns einen Profi-Verein, der mit uns ein Rhönrad-Trainingslager veranstaltet. Die www-Suche war nicht schwer, denn www.rhoenrad.de ist schließlicheinfach zu finden, wenn wir schon www.rhoenrad-ag.de heißen.

Dort in Taunusstein gibt es auch den Hersteller von Rhönrädern, von dem wir auch unsere Räder haben!

Also: Kontakt? - Kein Problem. Sandra vom Verein TSV Taunusstein hat unseren Aufenthalt vorzüglich geplant, alle möglichen Fragen geklärt.

So starteten wir gleich mit dem neuen Halbjahr im Februar ein Aufbautraining. Bis zu 4 (!) Trainingseinheiten in der Woche, inclusive hartem Krafttraining mit hartem Trainer ;-) - jede auch noch so kleine Lücke im Stundenplan und in der Hallenbelegung haben wir genutzt. Spaß, (Körper-) Spannung und Erwartungen wuchsen, bis wir dann endlich am 30. März nach der Schule nach Wiesbaden starteten...

Und jetzt sind wir hier.

Freitag, 31. März
Nachdem wir am frühen Morgen Svenja vom Bahnhof abgeholt haben


Svenja mit ihrem Vater im Wiesbadener Bahnhof(ihr ging es gestern gar nicht gut), geht es nach dem Mittagessen mit dem Bus nach Taunusstein-Bleidenstadt.

Kennenlernen: Sandra und Kathrin können sich gut auf uns einstellen und haben passende Visionen für jeden, wenn auch in 2 Stunden nicht viel Zeit ist für 13 willige Turnerinnen. Aber morgen geht es weiter.

Im leichten Regen ein Foto vor der Werkstatt (siehe das Bild oben) - wir werden schon erwartet und bekommen einen tiefen Einblick in die Geburt eines Rhönrads:

alle Fotos ansehen? hier anklicken! vom Rohrbiegen eines 215ers über das Zusammenschweißen mit den Sprossen bis zum Ummanteln mit weißem Kunststoff - fertig ist unser Rhönrad.

Samstag, 1. April
Der Aufbruch zum Training heute morgen schon ganz früh - mit Sack und Pack, denn von heute auf morgen übernachten wir in der Sporthalle, weil die Jugendherberge schon voll belegt war. Ja, noch ein schönes Abenteuer.

Heute haben wir ein gutes Training

"Schweinependel" (unsere "Hängematte")für Janine und Lena:

Janine mit einem Übergang aus der Hängematte und Lena mitten drin


Paarturnen für MelanieK und Pia Kürübungen für die anderen, unsere Ziele scheinen erreichbar! Und morgen ist auch noch ein Trainingstag mit vielen Stunden.

Sehr zufrieden starten wir in den freien Samstag-Nachmittag nach Wiesbaden.


Die Stadt Wiesbaden zu Vor-Ostern: verkaufsoffenes Wochenende - welch ein Glück für uns ;-)...


Und: Kulturprogramm in der hessischen Landeshauptstadt mit Abenteuercharakter: Im "Erfahrungsfeld der Sinne" am Schloss Freudenberg haben wir viel Spaß, z.B. mit (nackten) Füßen und geschlossenen Augen über verschiedenste Bodenbeläge balanciert zu werden, auf der Doppelschaukel Schwungverstärkung zu erleben, und ein Eis für die Geschmackssinne trotz der kalten, aber zum Glück trockenen Witterung.

Zurück in der Sporthalle am Abend verhilft uns eine nette Familie von nebenan mit einer Leihgabe von Schüsseln und Töpfen zu einem leckeren selbst gemachten Abendessen mit Nudeln und frischem Salat in der Küche des Jugendzentrums bei der Sporthalle.Vielen Dank!
Das Frühstück am Sonntag  mit frischen Croissants und Brötchen - ein Genuss!!!

Sonntag, 2. April Haupttrainingstag

Flitsche vw (nach links) für Sara


MelanieA und Svenja beim Paarturnen - bloß: zu wem gehört der Kopf? ;-)


Michaela vor einem schnellen Abgang (nach rechts) und Sandra lässt los...


Annika beim (Ab-)Sprung übers Rad - alleine!


Kerstin schafft den gestiegenen Handstand rückwärts (so gut wie) alleine!


und Marina schafft die Hängematte auch bald!

Das Gelernte festigen. Videoaufnahmen machen. Mit letztem vollen Einsatz. Ein gelungener Tag!

Wohlig erschöpft verabschieden wir uns von Sandra und Kathrin und stehen dann im Regen an der Bushaltestelle mit Koffern und dem letzten Lunchpaket. Obwohl der Bus Verspätung hat, bekommen wir in Wiesbaden mit 2 Minuten Reserve (!) den Zug. Nach dem erfolgreichen Wochenende ein glücklicher Abschluss. Pünktlich, glücklich und zufrieden kommen wir in MG an, wo unsere Lieben uns schon erwarten.

Was bleibt noch zu sagen? Wenn wir diesen Ausflug nicht gemacht hätten, müssten wir ihn sofort machen. Denn der hohe Einsatz von Zeit und Anstrengung in der Vorbereitung hat sich gelohnt. Es hat außerordentlich Spaß gemacht, in Taunusstein neues Turnen zu erfahren und dies mit einem schönen Ausflug zu verbinden.

Was ist geblieben? Wir haben die hohen Turn-Schwierigkeiten seitdem mit wachsender Begeisterung weiter trainiert. Unsere AG ist noch fröhlicher und lustiger geworden. Wir haben fast "nur noch Spaß", Zeitprobleme machen es allerdings für einzelne doch schwierig dabeizubleiben.

Zum Schluss ein herzlicher gegenseitiger Dank

  • von der AG an die Eltern, die unser Engagement unterstützen,
  • des Trainers an die Mädchen, verbunden mit großem Respekt für Interesse,
    Anstrengung und Fröhlichkeit,
  • der Mädchen und Eltern an Herrn Rescheleit für Idee und Organisation,
  • von uns allen an Sandra und Kathrin vom TSV Taunusstein für ihr überaus freundliches und erfolgreiches Training
    mit uns,
  • von uns allen nicht zuletzt an Herrn Oberdörster für die Genehmigung unserer Schulfahrt.

für die AG     Wolfgang Rescheleit

...
Nachtrag:
Die Turnerinnen haben mit 2013 alle Abitur und vergnügen sich wahrscheinlich in Unisportvereinen - oder auch nicht mehr.
Auf jeden Fall war das ein erlebnisreiches Projekt unserer AG. Könnte es wiederholt werden?



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